Der Elternbeirat der Maria-Ward-Schulen Altötting

 

 

Rechenschaftsbericht des Schuljahres 2017/2018

 

Liebe Eltern,

 

wie schnell ein Jahr vergeht, merkt man immer erst dann, wenn wieder die Anfrage kommt, ob der Artikel des Elternbeirates für den Jahresbericht schon fertig ist.

Der Elternbeirat möchte Ihnen wieder einen kurzen Überblick über die Aktivitäten des Schuljahres 2017/2018 geben.

Im Februar 2018 nahmen Ingrid Irgmaier und Irene Glöckl  an der EVO-Jahresversammlung der Dr.-Johann-Decker-Schulen in Amberg teil. Dies ist die Elternvereinigung an den Gymnasien und Realschulen der Orden und anderer freier katholische Schulträger in Bayern, die sich für unsere Schulen auch in der Politik stark machen und uns teilweise bei verschiedenen Aktionen finanziell unterstützen. Unter anderem referierte Prof. Dr. Werner Sacher, einer der renommiertesten Elternarbeitsforscher Bayerns über „Elternarbeit konstruktiv wahrnehmen und gestalten" und zitierte dabei Papst Franziskus mit Auszügen aus einer Rede von  Mai 2014, die wir Ihnen nicht vorenthalten wollen, weil Sie vieles auf einen Punkt bringt:

"Ein  Grund, warum ich die Schule so liebe ist, dass die Schule ein Ort der Begegnung ist. Denn wir alle sind auf dem Weg, indem wir etwas in Gang bringen, einen Kurs einschlagen. Und ich habe gehört – wir haben es heute alle gehört –: Die Schule ist kein Parkplatz. Sie ist ein Ort der Begegnung auf dem Weg. Hier begegnet man den Kameraden; hier begegnet man den Lehrern; und hier begegnet man dem Schulpersonal. Die Eltern begegnen den Lehrern; der Direktor begegnet den Familien usw. Es ist ein Ort der Begegnung. Und wir brauchen heute diese Kultur der Begegnung, um einander kennenzulernen, einander zu lieben, um gemeinsam voranzugehen. Und das ist gerade in den Jahren des Heranwachsens von grundlegender Bedeutung, als Ergänzung zur Familie. Die Familie ist die erste Bezugsgruppe: Die Beziehung zu Vater und Mutter, zu den Geschwistern ist die Basis, und sie begleitet uns immer im Leben. Aber in der Schule knüpfen wir Kontakte: Wir begegnen Personen, die sich von uns unterscheiden in Bezug auf Alter, Kultur, Herkunft, Fähigkeiten. Die Schule ist die erste Gemeinschaft, die die Familie ergänzt. Familie und Schule dürfen einander nie als Gegensatz gegenübergestellt werden! Sie sind komplementär, und folglich ist es auch wichtig, dass sie im gegenseitigen Respekt zusammenarbeiten. Und die Familien der Schüler einer Klasse können viel tun, indem sie mit den anderen Eltern und den Lehrern zusammenarbeiten. Das lässt uns an ein schönes afrikanisches Sprichwort denken: »Um ein Kind zu erziehen, braucht man ein ganzes Dorf Um ein Kind zu erziehen, braucht man viele Leute: Familie, Lehrer, das nicht-unterrichtende Personal, Professoren, alle! Gefällt euch dieses afrikanische Sprichwort? Gefällt es euch? Sagen wir es zusammen: Um ein Kind zu erziehen, braucht man ein ganzes Dorf! Alle zusammen! Um ein Kind zu erziehen, braucht man ein ganzes Dorf! Vergesst das nicht!"

 

Der gemeinsame Elternbeirat von Gymnasium und Realschule traf sich zu insgesamt vier Elternbeiratssitzungen, die jeweils mit einem einstündigen internen Gespräch begannen.

Im Anschluss kamen die Schulleitungen beider Schulen, und manchmal auch die Oberin des Hauses, Sr. Maria Obermeier, hinzu.


Im Januar gab es für die Mitglieder des Elternbeirats von Realschule und Gymnasium wichtige Treffen mit den Klassenelternsprechern. Es  wurden Informationen ausgetauscht, denn für uns ist die Zusammenarbeit mit den Eltern von großer Bedeutung.

Das Schulforum, bestehend aus Schulleitung, SMV und Vertretern von Lehrern und Elternbeirat,  hat sich zu zwei Sitzungen getroffen.

 

 

Über einige Schwerpunkte der Elternarbeit möchten wir Sie gerne informieren.

Um die Persönlichkeit unserer Kinder zu stärken und die Eltern zu informieren, haben wir folgende Veranstaltungen organisiert bzw. unterstützt:

 

·                     Das Projekt Erziehungsgemeinschaft am Maria Ward Gymnasium, bei dem Ingrid Irgmaier, Irene Glöckl, Christina Schwitz und Thorsten Torchalla mit im Team sind, nahm konkrete Formen an. Die aus diesem Gremium resultierende Idee, das Sommerfest mit einem Gottesdienst im Klosterinnenhof beginnen zu lassen und dann als "Sommerpicknick" zu veranstalten, wurde von allen Seiten her sehr begrüßt. Neben dem Getränkeverkauf und der „Bedienung der Grills“ verschenkte der EBR ca. 150 Gasluftballons.

Alle Verantwortlichen waren sich einig, das "Sommerpicknick" zu einer festen jährlichen Einrich-tung werden zu lassen.

 

·                     "Wir pilgern nach Engfurt" war am 7. Oktober 2017 eine weiterer Punkt im Rahmen der Erziehungsgemeinschaft, an dem 35 Personen sichtlich erfreut teilnahmen.

Am 30. Januar 2018 waren zum Abschluss des Maria-Ward-Tages der Fünftklässler 160 Teilnehmer (Eltern, Schüler, Lehrer, Klosterschwestern) der Einladung dieses Projektteams zum abendlichen Maria-Ward-Feuer mit Pfarrer Schauer im Klosterhof gefolgt. Die Zielvorgabe, dass (Erziehungs-) Gemeinschaft vor allem in der Begegnung, in Gesprächen und bei gemeinsamen Aktivitäten entsteht, und ein klares christliches Profil im Vordergrund stehen soll, ist unserer Meinung nach gut gelungen!

 

·                     "MFM"-Projekt": Dieser Workshop, ein werteorientiertes sexualpädagogisches Präventions-programm, das Mädchen, Jungen und ihre Eltern in die Pubertät begleitet, wurde dieses Schuljahr für die Mädchen der 5. Klassen Realschule angeboten. Wir würden uns wünschen, diesen Kurs auch für die Kinder des Gymnasiums während des Biologieunterrichts der 5. Klassen durchführen zu können. Die Schulleitung hat uns bereits Unterstützung zugesagt.

 

·                     Zur Gewaltprävention für alle 5. Klassen organisierte die Schule heuer wieder das Theaterstück von "Duo Perplex", ebenfalls finanziell unterstützt vom Elternbeirat.

 

·                     Mathegym ist eine von Lehrern für Gymnasium und Realschule konzipierte Mathematik- Lernplattform. Sie stellt Aufgaben unterschiedlichen Schwierigkeitsgrades zu fast allen Themen in den Klassen 5 - 12 bereit, die online ohne Installation von Software gelöst werden können. Das Programm kontrolliert die Ergebnisse und gibt zahlreiche Hilfen, unter anderem auch Erklär-Videos. Für die Nutzung wird einmalig ein Unkostenbeitrag in Höhe von 5 € pro Schüler erhoben. Dafür kann dieses Programm über die gesamte Schullaufbahn (von der 5. Jahrgangsstufe bis zum Abitur) durchgängig genutzt werden. Die jährlichen Lizenzgebühren übernimmt der Elternbeirat. Es freut uns, dass immer mehr Lehrer ihren Schüler raten, diese Lernplattform zu benützen.
Trotz einer Preiserhöhung des Anbieters um 50 % hat sich der EBR entschieden, es bei dem Unkostenbeitrag von 5 € zu belassen, in der Hoffnung, dass weiterhin viele Schülerinnen und Schüler das Programm nutzen.

Mit unserer jährlichen Bitte um eine Spende von 1,- Euro haben wir die Möglichkeit, einige dieser Projekte zu verwirklichen. Vielen Dank dafür.

 

·                     Mitglieder des Elternbeirates unterstützen das Team für die Mittagsverpflegung, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Eltern jährlich in einem Schreiben daran zu erinnern, ihre Kinder zu ermuntern, das gute, gesunde und abwechslungsreiche Mittagsessen des Franziskushauses anzunehmen.

 

·                     Die Zertifizierungsfeier des Gymnasiums als FairTrade-Schule durch Frau C. Bischke von TransFair e. V. war der Höhepunkt eines fast zweijährigen Projekts, in welchem sich unsere Schülerinnen und Schüler mit dem FairTrade Gedanken: „Fairer Handel schafft Gerechtigkeit und es beginnt mit uns“ beschäftigt haben. Auch in diesem Projekt arbeiteten Mitglieder des Elternbeirates mit.

 

·                     Unserem bisherigen Projekt "Bücherbörse", bei der sich alle Fünft- und Sechstklässler gegen geringe Kosten einen zweiten Satz Schülerbücher ausleihen konnten, wurde durch den neuen LehrplanPlus und das neue G9 ein gewaltiger Strich durch die Rechnung gemacht. Mit großer finanzieller Unterstützung seitens der Schulen ist es uns aber wieder möglich, auch weiterhin diese Aktion fortzuführen. Herzlichen Dank dafür!

 

·                     Auch heuer war der Elternbeirat an beiden "Tagen der offenen Tür" mit einem Team vertreten und wir konnten gute Gespräche führen.

 

·                     Am 16. Oktober 2018 stehen die Neuwahlen des Elternbeirates für die Schuljahre 2018 - 2020 an. Sie, liebe Eltern, wollen wir dazu heute schon recht herzlich einladen, denn nach der Wahl haben wir mit dem Autor und Kabarettisten Christian Schwab sicherlich jemanden gefunden, der uns einen interessanten Abend bereiten wird. Der Autor wird über sein zur Zeit sehr aktuelles Buch sprechen: "Oh mein Gott!: 5 Weltreligionen in 5 Monaten: ein Selbstversuch". Herzliche Einladung schon heute dazu!


Wir hoffen und würden uns sehr freuen, wenn sich einige von Ihnen auch dazu bereit erklären, für den Elternbeirat zu kandidieren.

Der Elternbeirat versteht sich als ein Teil der Schulfamilie und auch als Bindeglied zwischen  Schulleitung und Elternschaft. Diese Aufgabe hat er aus unserer Sicht gut erfüllt und wir bedanken und für das große Engagement aller Mitglieder. Die Zusammenarbeit mit der Schulleitung war von gegenseitigem Respekt und Vertrauen geprägt. Vielen Dank dafür.

Unser Dank gilt allen Mitgliedern der Schulfamilie für die unterstützende Zusammenarbeit: den Hausmeistern, den Damen des Sekretariats, den Klassenelternsprechern, den Lehrern und auch der Oberin Schwester Maria.


Wir müssen uns heuer leider von vielen Elternbeiratsmitgliedern verabschieden, da ihre Kinder die Schule beenden. Teilweise gehörten sie unserem Gremium jahrelang an. Ihnen gilt nochmals unser besonderer Dank.

Im Namen des Elternbeirates gratulieren wir  allen Absolventen/-innen unserer Schulen zum gelungenen Abschluss und wünschen Ihnen alles Gute für die Zukunft und Gottes Segen.

 

Ihnen, liebe Eltern, und Ihren Familien wünschen wir eine schöne und erholsame Ferienzeit mit der Familie, um Kraft zu tanken, bis es im September 2018 wieder losgeht.

 

Irene Glöckl

Erste Vorsitzende des Elternbeirats

 

 

 

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