Schulentwicklung

 

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(Dr. Andreas Hatzung überreichte Schulleiter Ulrich Anneser

das Zertifikat „Erziehungsgemeinschaft“ an katholischen Schulen)

 

 

Erziehung und Bildung muss Antwort auf Sinnfragen geben

Projekt „Erziehungsgemeinschaft“ an katholischen Schulen –

Maria-Ward-Schulen zertifiziert

 

Passau/München. In einer Zeit, in der junge Menschen in einer zunehmend pluralistischen Gesellschaft aufwachsen und mit einer Überfülle von Sinnangeboten gegenüber umgeben sind, ist eine gelingende Bildung und Werteerziehung unerlässlich geworden. Dabei müssen schulische Bildung und Erziehung durch die Eltern gemeinschaftlich zusammenwirken. Diese wichtige Aufgabe hat das Katholische Schulwerk in Bayern rechtzeitig erkannt und mit dem Projekt „Erziehungsgemeinschaft“ an katholischen Schulen einen Weg in die Zukunft gewiesen. Vor dem Hintergrund eines veränderten Familienbildes und zunehmender Anforderungen und Überforderungen für Familien und Schulen haben 26 Schulen in kirchlicher Trägerschaft in enger Zusammenarbeit von Eltern und Lehrern neue Modelle und Konzepte entwickelt, um den Herausforderungen einer sich ständig verändernden Gesellschaft gewachsen zu sein und das Profil einer katholischen Schule zu stärken.

Diesen 26 Schulen überreichte der Direktor des Katholischen Schulwerks in Bayern Dr. Andreas Hatzung in einer Feier im Maria-Ward-Gymnasium in München ihre Zertifikate. Mit dabei waren die Schulen aus der Maria-Ward-Schulstiftung Passau, das Maria-Ward- Gymnasium und die Realschule Altötting, die Maria-Ward-Realschule Burghausen, die Maria-Ward-Realschule Deggendorf und die Maria-Ward-Realschule Neuhaus am Inn.

„Die Bildungsnot war nie so groß wie heute“, betonte Professor Dr. Jürgen Rekus (Karlsruhe) in seinem Festvortrag „Erziehungsgemeinschaft im Wertepluralismus – Wozu? Wohin?“. Dabei werde Bildung als „Kampfbegriff“ und wichtigste Ressource für globale Wirtschaft gesehen und müsse sich immer „lohnen“. Wahre Bildung aber sei mehr als Ausbildung und nicht nur Vorbereitung auf die Zukunft, sondern müsse – im Zusammenspiel mit Erziehung sittliche Werteorientierung vermitteln. Erziehung sei Weitergabe von Lebenserfahrungen und Lebenswerten. Diese Aufgabe sollte nicht den sozialen Netzwerken Facebook und Twitter überlassen werden. Darum sollten Schulen nicht nur Antworten auf Zweck-, sondern auch auf Sinnfragen junger Menschen geben. Erziehungsgemeinschaft, so Professor Dr. Rekus, werde darum von der Überzeugung getragen, dass „nicht alles egal ist“, sondern hinter allem ein tieferer Sinn steht, der gemeinsam gesucht werden soll. Kinder sollten in der Erziehungsgemeinschaft nicht nach einem Bild geformt, sondern zur Selbständigkeit im Denken und Handeln geführt werden. Dabei müsse bedacht werden, dass nicht alles Lernen sofort gelingt und auch das Versagen zum Menschen gehört: „Lehrer und Eltern lassen sich niemals enttäuschen.“

Gertrud Bindl, Schulleiterin am Maria-Ward-Gymnasium in Altötting zeigte, wie seit 2015 an den katholischen Schulen Erziehung und Bildung weiterentwickelt haben. Es wurde versucht, eine positive Lernatmosphäre zu schaffen und Vereinbarungen und Verpflichtungen aller beteiligten Kräfte Schüler, Eltern und Lehrer festzulegen. Wichtig und wertvoll waren dabei die Trainingsmöglichkeiten im Familienteam, das sich vor allem an Eltern wendet und das an den Schulen der Maria-Ward-Schulstiftung Passau von dem Pastoral- und Schulpsychologen Stefan Zauner begleitet wird. Die Lehrkräfte und Schulleiter nahmen an dem Projekt „KlasseTeam“ teil, das zu neuen Formen und Möglichkeiten des schulischen Bildungs- und Erziehungsauftrags beitragen soll. Immer sollen dabei aber auch die Eltern mit einbezogen werden, die sich vielfach sehr aufgeschlossen und dankbar für die Unterstützung gezeigt haben. Gertrud Bindl dankte der Maria-Ward-Schulstiftung Passau, dass sie dieses groß angelegte Projekt von Anfang an unterstützt und damit auch das Profil der Stiftungsschulen entscheidend geprägt hat. –

 

Dr. Hans Würdinger

 

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Die Leiterinnen und Leiter der Schulen in der Maria-Ward-Schulstiftung Passau wurden von Dr. Andreas Hatzung (2. v. links), dem Direktor des Katholischen Schulwerks in Bayern mit dem Zertifikat für das Projekt Erziehungsgemeinschaft ausgezeichnet (v. links): Dr. Heinz-Günther Kuhls, Vorstandsvorsitzender der Schulstiftung, Astrid Schmid (Realschule Neuhaus), Ulrich Anneser (Realschule Altötting), Aloisia Bauer (Realschule Deggendorf), Gertrud Bindl (Gymnasium Altötting), Peter Friedlmeier (Konrektor an der Realschule Burghausen) und Team-Trainer Stefan Zauner.

(Foto: Würdinger)

 

 

 

 

 

 

 

 

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